Presse
07.12.2014 Konzert im Advent

    „Biblische Erzählungen“ musikalisch interpretiert
 

Stadtkapelle Herrenberg mit „Konzert im Advent“

Kreiszeitung-Artikel vom 10.12.2014


Für eine feierliche Stimmung sorgte die Stadtkapelle Herrenberg bei ihrem
„Konzert im Advent“. Am Ende der Veranstaltung wurden die Besucher
zum Mitsingen eingeladen.
KRZ-Foto: Thomas Bischof

HERRENBERG (enk). Nicht die Besucher spendeten Beifall, auch Dirigent Matthias Beno bedankte sich bei seinem „hervorragenden Orchester. Die Stadtkapelle Herrenberg überzeugte beim „Konzert im Advent“ in der Stiftskirche.

Dass die Stadtkapelle ein sehr gut besetztes, musikalisch ausgeglichenes Orchester ist, war schon zum Auftakt mit der Fanfare „Salutions“ – frei übersetzt „Herzlich willkommen“ –, komponiert vom amerikanischen Komponisten Alfred Reed, zu hören. Das Motto des Abends lautete „Biblische Erzählungen“. Im Mittelpunkt standen die Werke „Arche Noah“, komponiert von Bert Appermont, „König David“ von Hayato Hirose und „Moses und Ramses“ von Satoshi Yagisawa.

„Noahs Arche“ beschrieb in einer sinfonischen Dichtung in vier Bildern die Geschehnisse rund um Noah und seine Arche. Beginnend mit der Botschaft, eine Arche zu bauen – Solist Markus Fischer an der Trompete –, um seine Familie und die Tierwelt zu retten. Es folgte die „Parade der Tiere“ und danach der „Sturm“, der sich orkanartig, getragen von Schlagwerk und Blech, in der Stiftskirche ausbreitete. Danach abschließend das Lied der Hoffnung, welches nach dem fulminanten, orchestralen Sturm, fast schon kammermusikalisch intim, als Zeichen von Geborgenheit und Rettung der Familie – acht Personen, acht Instrumentengruppen – sanft und verklingend endete.

Nach den „Worten zum Advent“, in denen Dekan Eberhard Feucht auch auf die Geschehnisse rund um den Bau der Arche Noah einging, interpretierte die Stadtkapelle eine weitere sinfonische Dichtung „König David“, bei der die Entwicklung Davids vom einfachen Hirtenjungen zum König Israels dargestellt wurde. Besonders beeindruckend die pompöse Einleitungsfanfare.

Mit der 3. Sinfonischen Dichtung kündigte Dirigent Matthias Beno den musikalischen Höhepunkt des Abends an: „Moses und Ramses“ von Satoshi Yagisawa. Eröffnet mit einer brillanten Fanfare, welche die prächtige Architektur Ägyptens beschrieb, erklang in der Folge das gesamte Volumen der Holzbläser, abgelöst vom murrenden Sound der Tuba, unterstützt von Euphonien, Posaunen und Hörnern.

Die Konzertbesucher spürten, dass diese symphonische Musik den Musikerinnen und Musikern in allen Registern Spaß und Spielfreude bereitete. Dirigent Matthias Beno hatte zusätzlich die beschriebenen Themen mit den versklavten, aber zur Macht bereiten Hebräern und dem Wunder, als sich vor Moses das Meer teilte und die Hebräer entkamen, bravourös herausgearbeitet.

Abgeschlossen wurde das Konzert mit dem Weihnachtslied der Hirten „Quem pastores Landavere“ von Philipp Sparke und dem Adventslied „Oh du fröhliche“, bei dem die begeisterten Konzertbesucher zum Mitsingen eingeladen wurden.


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