Presse
Erntehocketse am 07. - 08.09.2013

    Ferkel war auf einen Schlag weg
 

Herrenberg: Musikverein feiert imOtto’schen Garten seine dritte Erntehocketse

Gäubote-Artikel vom 10.09.2013

Nein, der Samstagabend fand kein trockenes Ende. Aber dem Regen zum Trotz war die Stimmung gut bis zuletzt im Zelt, das die Stadtkapelle glücklicherweise aufgebaut hatte im Otto’schen Garten. Dort feierte sie auch am Sonntagmittag. Die Erntehocketse des Herrenberger Musikvereins ist nur sehr lose an das Erntefest in der Stadt gekoppelt. Aber natürlich gibt es auch hier Leckeres, das der Schwabe gerne isst und trinkt, wenn sich das Jahr in seiner zweiten Hälfte befindet.


Von Thomas Morawitzky


Bei der dritten Erntehocketse des Musikvereins war was los
GB-Foto: Schmidt

Nämlich: ein großes saftiges Spanferkel. In diesem Fall kam es vom Gehöft Schäberle in Tailfingen. Es wurde am Sonntagmorgen auf den Spieß gespannt und war fast im selben Augenblick auch schon vollständig verkauft – obschon noch gar nicht gar gebraten. Dazu jede Menge Most, den ein Obstbauer aus Haslach zum Gelingen des Festes beiträgt. Er bekommt den Gästen gut am Sonntagmittag im Otto’schen Garten Herrenbergs. „Wir haben uns mit den Organisatoren des Erntefests abgesprochen“, erklärt Philipp Jakob, der Vorsitzende des Herrenberger Musikvereins. „Wir haben beide je eine ähnliche Idee: Regionale Produkte sind bei uns Trumpf, sind unsere Besonderheit.“ Deshalb begann der Musikverein seine Hocketse am Samstag erst, als das Erntefest in der Altstadt beendet war, und feierte sie auch am folgenden Tag.


Im Zelt geht’s eng zu


An diesem Sonntag sind es die „Schlossbergmusikanten“, eine kleinere Formation der Stadtkapelle, die die Stimmung anschwingen. Immer wieder, fast spontan, gehen sie in ihren weinroten Musikantenwesten zu den Instrumenten und zaubern Klänge herbei, die der Festgemeinde gefallen. 25 Sitzgarnituren stehen im Otto’schen Garten – zur sonntäglichen Mittagszeit sind sie zur Hälfte besetzt, am Samstagabend noch waren sie voller. Auch das Zelt war voll an diesem Abend, in dem zuletzt viele vor dem Unwetter Schutz suchten. Von 16 Uhr an bis der Regen kam, und zwar nicht allzu knapp, lief die dritte Erntehocketse der Stadtkapelle ganz vorzüglich, dann wurde es nasser und also auch enger. Am Samstagnachmittag schon besuchte der bekannte Jettinger Akkordeonspieler Ralf Brendle die Hocketse und sorgte für Höhepunkte der Stimmung: „Er ist im Zelt durch die Reihen gelaufen und hat gespielt“, erzählt Philipp Jakob, „das hat ganz wunderbar gepasst.“ Abends dann waren es die „Gäumusikanten“, gut 25 Köpfe stark und zusammengestellt aus Mitgliedern mehrerer Musikvereine um Herrenberg, die mit ihrer böhmisch-mährischen Musik erheiterten. Nun, am Sonntagmittag, blüht die Stimmung ganz allmählich wieder auf und wird sicher noch einmal einen Höhepunkt erreichen, wenn das lang schon verkaufte Schwein dann auch verzehrt ist und der Most seine Wirkung zeigt: Erst gegen 18 Uhr am Sonntagabend soll die Erntehocketse zu Ende gehen.

 



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