Presse
Konzert der Stadtkapelle, 16. März 2013

    Höchst differenziert
 

Stadtkapelle spielt in der Stadthalle

Gäubote-Artikel vom 19.03.2013

Die Stadtkapelle Herrenberg sucht neue Mitglieder und demonstrierte am Samstagabend in der Stadthalle überzeugend, weshalb es sich lohnt, eines zu werden: „Von Andalusien bis Hollywood“ führte sie ihre Zuhörer bei ihrem großen Konzert in der nahezu voll besetzten Halle.


Von Thomas Morawitzky

Ein Abend, den das große symphonische Blasorchester der Herrenberger Stadtkapelle unter Leitung des sehr engagierten und befrackten Matthias Beno eröffnete mit Klängen von spanischem Temperament und spanischer Opulenz: „La Primitiva“ von Jeff Penders und das zuletzt immer glorreichere „El camino real“ fassten eine von Tohru Takahasi eingerichtete „Carmen Suite“ ein, in der das Feuer von Bizet den Bläsern entströmte. Der Applaus, den die reifen Musiker für ihre Darbietung erhielten, war enorm – laute Begeisterungsrufe mischten sich unters Klatschen.

68 Musiker stark ist das große Orchester, rund 40 Spieler zählt das Jugendorchester, das von Branko Herbstreit geführt wird. Jugendliche, die sodann eine „Festival Suite“, einen lateinamerikanischen Karneval und ein „Jambo Africa“ auftrugen – ein Stück, bei dem es auch aus den Reihen der Musiker heraus fabelhaft hitzigen Gesang wie aus den Tiefen des afrikanischen Busches heraus zu hören gab.

Von Andalusien nach Amerika

Zurückkehrte nach einer Pause das große Orchester, das sein spanisches Herz nun zur Seite legte und sich imposant in die neue Welt hineinstürzte. Das Programm zum Konzert – mit einer Fahne auf der einen, einer anderen Fahne auf der anderen Seite – illustrierte das: farbenprächtig rund um die Welt. In den USA fanden die Musiker die Stücke „Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousa, die „Star Wars Saga“ von John Williams, und einen „Bon Jovi Rock Mix“, der ein wenig zurückführte in jene Zeiten, in denen John Bon Jovi noch Nachwuchswettbewerbe gewann, und das mit einigen seiner größten Hits kombinierte. Stadtkapelle und Jugendkapelle spielten höchst differenziert und erweckten die ganz unterschiedlichen Klangbilder aus Andalusien und Amerika flott zum Leben.


Ehrungen bei der Herrenberger Stadtkapelle (von links): Philipp Jakob, Fritz Eitelbuß,
Rainer Eitelbuß, Mirjam Brösamle, Andreas Fischer und Günther Bergert
GB-Foto: Bäuerle

Philipp Jakob, der Vorsitzende des Vereins der Stadtkapelle Herrenberg, warb engagiert und wortgewandt für eine Mitgliedschaft in diesem Verein und ehrte zwei seiner passiven Mitglieder für ihre ausdauernde Treue: Fritz Eitelbuß und Hans Brenner sind seit nun 40 Jahren fördernde Mitglieder. Eitelbuß, der am Samstag auch seinen 80. Geburtstag feierte, unterstützte die Kapelle selbst an diesem Tag, indem er bei ihrem Konzert den Kontrolleur der Eintrittskarten gab. Günther Bergert, dem Kassier des Blasmusikkreisverbandes Böblingen, blieb es vorbehalten, die aktiven Musiker im Verein zu ehren: Mirjam Brösamle gehört seit 30 Jahren dazu, Rainer Eitelbuß ist seit 40 Jahren mit dabei, Andreas Fischer gar seit 50 Jahren.

 

 

 

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