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Ernte-Hocketse vom 8. und 9. September 2012

    Regionalität ist Trumpf
 

Herrenberg: Musikverein setzt Erntefest im Ottoschen Garten fort

Gäubote-Artikel vom 10.09.2012

Schöner könnte man sich einen Spätsommerabend kaum vorstellen als jenen, der den Samstag beschloss in Herrenberg. Wenn das Erntefest in der Stadt sich seinem Ende naht, ist es Zeit für Blasmusik und Geselligkeit, sagte sich die Stadtkapelle auch in diesem Jahr und lud deshalb schon zum zweiten Mal in den Ottoschen Garten ein.


Viel Blasmusik zu hören gab es beim Erntefest im Ottoschen Garten
GB-Foto: Schmidt


Thomas Morawitzky

Der Musikverein stellte auch eine Weinlaube auf am Rande des Geschehens, eine Bude, die sonst auf dem Weihnachtsmarkt zum Einsatz kommt. In der Laube gab es an diesem Abend jedoch nicht heißen Wein mit Gewürzen, sondern edlen Wein, sofern solcher in Unterjesingen gekeltert wird: Spätburgunder, Acolon im Barriquefass gereift zum Beispiel, rot und die Herrenberger Sinnlichkeit befeuernd. Das Rot der Musikantenwesten passt dazu, ganz gleich, ob nun aus Herrenberg selbst oder aus Gültstein: Bei der Trachtenkapelle des Teilortes ist es hell und fruchtig, bei den Herrenbergern dunkel und voll. Am Nachmittag unterhielten die Schlossberghexen, eine kleine Besetzung der Stadtkapelle.

Gäste lassen es sich schmecken

Bis gegen 22 Uhr spielte die Gültsteiner Kapelle, rund 30 Musikanten stark, alle in ihrer Tracht, auch die Damen, in den Sommerabend hinein. Sie trat tags darauf in Gültstein selbst bei der katholischen Kirche auf, hielt nun aber ein Repertoire bereit, in dem sich, wie auch bei ihren Konzerten daheim in Gültstein, vieles tummelt, auch Pop und Jazz. "Ein bisschen von allem", wie Dirigent Karlheinz Heiss sagt. Die Sonne lacht ihnen, der Ottosche Garten ist nicht überfüllt, aber doch voll - nicht jeder will hinaus an solch einem warmen Abend. Die Bänke sind besetzt mit Gästen, die es sich schmecken lassen, Erzeugnisse aus der Region, wie der Stadtkapellenvorsitzende Philipp Jakob betont: "Wir fanden es eine gute Sache, das Thema Regionalität aufzugreifen", sagt er. Also sind die Maultaschen vom Herrenberger Metzger, das Bauernvesper und die Steaks natürlich auch. Man schlemmt und lässt den klaren Himmel über Herrenberg leuchten.

Am Sonntag dann gar nicht anders: Jakob zeigt sich mit der Resonanz sehr zufrieden, exakt die Besucher zu beziffern freilich ist schwer. Am zweiten Festtag nun geht es los um 11 Uhr und endete gegen 18 Uhr. Für Musik sorgt in den Mittagsstunden der Musikverein Mötzingen, und wieder sind nicht alle Bänke voll, aber doch viele, wieder zuckt das Grillfleisch zart und auch Herrenberger Musikanten stehen an der Weinlaube, nippen und schwätzen, man kommt und geht, man isst zu Mittag, spaziert und lauscht entspannt und guter Dinge.

 

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