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   Drei saubere Schläge – und „azapft isch“
 

Oberbürgermeister Sprißler eröffnet das Stadtfest erstmalsmit einem Fassanstich

Gäubote-Artikel vom 21.07.2012


Fassanstich beim Herrenberger Stadtfest mit (von links):
Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Philipp Jakob Vorsitzender der Stadtkapelle
und Eberhard Haizmann
GB-Foto: Holom


Drei kräftige, präzise Schläge von Thomas Sprißler, dann fließt das Bier gestern Abend auch schon aus dem Fass heraus. Stadtfestkoordinator und Musikvereinsvorsitzender Philipp Jakob
verspricht also kaum zu viel, als er vorher auf dem Marktplatz ankündigt, heute werde zur Eröffnung des Stadtfests erstmals ein „wunderschöner“ Fassanstich stattfinden. Nachdem die Schürzen angezogen sind – es könne ja auch spritzen – setzt Oberbürgermeister Sprißler zuerst den Zapfhahn gründlich an, posiert kurz und holt dann wie ein Golfer erst mal probeweise zum Schlag aus. Ein bisschen Show soll es schon sein fürs Publikum, das dann
bei jedem Schlag laut mitzählt und jubelt, als das Bier fließt. „Azapft isch“, verkündet Sprißler. Auf der FH habe er seine Erfahrungen mit dem Anzapfen von Bierfässern gemacht, frotzelt er.

Philipp Jakob gibt sich hinterher zufrieden mit dem Premieren-Programmpunkt Fassanstich: „Ich glaube, es sind einige gekommen, um zu gucken, ob der OB sich verlebbert oder es so professionell macht wie jetzt.“ Immerhin gut halbvoll ist der Marktplatz zur Eröffnung trotz des Regens geworden. Die überdachten Tische und Bänke sind besetzt, der Rest unter freiem
Himmel ist dafür gänzlich leer. Zumindest in der ersten Stadtfeststunde am Freitagabend
ist dieses Bild vom Marktplatz repräsentativ für das ganze Stadtfest. In den Regen stellt man sich halt doch weniger gern, aber wo die Besucher nicht nass werden, sind sie gern dabei. „Es könnte besser sein“, kommentiert Jakob das Wetter. „Aber wir gehen optimistisch weiter und
machen das Beste draus.“ Auch Sprißler wäre besseres Wetter wohl lieber, er meint aber: „Wir in Herrenberg haben uns noch nie sonderlich vom Wetter beeinflussen lassen.“

Als um 19 Uhr die Stadtkapelle zur Eröffnung spielt, setzt der Regen sogar für eine Weile aus. Doch als 20 Minuten später das Bier zu fließen beginnt, kommt es von oben wieder nass. Stadtfestbesucherin Julie Block gibt dem Oberbürgermeister aber recht in seiner Einschätzung, die Herrenberger ließen sich vom Wetter nicht vom Stadtfestbesuch abhalten. „Das sieht man ja“, sagt sie und deutet auf die Menschen um sich herum. Sie will die Stadt mit ihrem Kommen unterstützen, andere Besucher zieht eher die Musik an. Alle finden jedenfalls einen Grund zu feiern.

RENÉ RONGE

 

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