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    Durch den Tunnel in eine neue Welt
 

Stadtkapelle führt "Der gestiefelte Kater" als Erlebniskonzert auf

Gäubote-Artikel vom 08.11.2010

Raus aus dem Tunnel, rein in die Märchenwelt - das konnte erleben, wer am Wochenende in die Herrenberger Stadthalle kam. Dort erzählte die Stadtkapelle auf musikalische Weise die Geschichte des "gestiefelten Katers". Beim zweiten Erlebniskonzert boten Großes Orchester und Jugendkapelle 1 nicht nur ansprechende Blasmusik, sondern auch ein tolles Rahmenprogramm.

Von Sabine Haarer


Erzählerin Regina Kuhn führt durch die Erzählung
GB-Foto: Bäuerle

Nachdem das erste Erlebniskonzert vor zwei Jahren so gut beim jungen Publikum angekommen war, entschloss sich die Stadtkapelle zu einer Neuauflage. Erzählte man beim ersten Mal noch von Räubern, Piraten und Zauberern, so hatte man nun ein Märchen in den Mittelpunkt gestellt: Das Märchen vom "gestiefelten Kater". Am Samstag und am Sonntag wurde das Stück in der Stadthalle aufgeführt. Knapp 100 Musiker nahmen dafür auf der Bühne Platz, gemeinsam hatten Großes Orchester und die Jugendkapelle 1 unter Leitung von Diplom-Dirigent Matthias Beno das Stück in den vergangenen Wochen einstudiert. Innerhalb der Register hatten sich Alt und Jung gemischt, was nicht nur eine tolle Klangfülle zur Folge hatte, sondern: "Es fördert die Gemeinschaft über die Alters- und Orchestergrenzen hinweg", hob Vorsitzender Philipp Jakob hervor.

Gespannt lauschten die kleinen Zuhörer, zuvor beim Kinderschminken in ein wildes Kätzchen oder einen zahmen Tiger verwandelt, und ihre Eltern der Musik. Dabei erklang zur Eröffnung ein Medley mit Titeln aus dem Musical "Cats" von Andrew Lloyd Webber, zum Schluss die rasante Titelmelodie der US-Serie "The Simpsons". Wobei hier nicht nur die Spielfreude der Musiker zum Tragen kam, sondern auch deutlich wurde, dass Schlagzeuger - bekommen sie nur das richtige Instrument in die Hände beziehungsweise zwischen die Lippen - durchaus auch begabte Bläser sein können.

Zentrales Werk jedoch war die Geschichte des "gestiefelten Katers". Bereits im Erlebnistunnel, der sich vom Foyer bis in die Stadthalle schlängelte, wurde die märchenhafte Erzählung thematisiert. Eingerahmt von Spinnweben, Blinklichtern, Nebelschwaden und allerlei Krabbeltieren präsentierten sich hier die zentralen Figuren als lebensgroße Puppen. Kater, Prinzessin, Graf und der stark behaarte Riese stimmten auf die Musik ein, die von Angela Sormani komponiert wurde. Die Rolle der Sprecherin hatte Regina Kuhn übernommen, in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Musiksequenzen oder gebettet auf das Spiel der Bläser erzählte sie ihrem Publikum die Geschichte des jungen Müllersohns und dessen Erbe, einem "charmanten und pfiffigen Kater". Dieser macht aus seinem Herren kurzerhand "Graf Carabas" und in der Folge zu einem reichen, verheirateten und glücklichen Menschen.

So wandelbar wie die Stimme von Regina Kuhn, so variantenreich präsentierte das Gesamtorchester die einzelnen Musikstücke und Melodien. Verspielt und beschwingt ging es auf Wanderschaft, pompöse Klänge begleiteten den Kater bei seiner königlichen Audienz, mit einer gleichermaßen romantischen wie gefühlvollen Liedfolge im Hintergrund schauten sich Müllersohn und Prinzessin zum ersten Mal in die Augen. Nicht nur für die beiden endete das Konzert mit einem Happy-End, auch die Zuhörer kamen am Wochenende voll auf ihre Kosten. Mit langanhaltendem Applaus belohnten sie die Musiker der Stadtkapelle für ihr Spiel und brachten diese dazu, als Zugabe noch einmal die "Simpsons" zu spielen.

 

 


 
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