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    Bühne voller Nachwuchs
 

Jugendkapellen musizieren

Gäubote-Artikel vom 26.01.2010

"Ein bisschen Spaß muss sein" - so eines der vielen Lieder, die am Samstagabend in der Mensa im Herrenberger Schulzentrum Längenholz erklangen. Der Schlagertitel beschreibt treffend, was die Zuhörer beim Neujahrskonzert zu sehen und hören bekamen: reine Spielfreude.


von Sabine Haarer


Konzert der Jugend: Auch mit dem Percussion-Ensemble
GB-Foto: Bäuerle

Gemeinsam mit der Bläserklasse der Theodor-Schüz-Realschule, dem Percussion-Ensemble und des Jugendblasorchesters Kurbad Schlema aus Sachsen musizierten zwei Jugendkapellen des Musikvereins Stadtkapelle zwei Stunden lang. Den Auftakt übernahmen die Bläserklassen der Herrenberger Stadtkapelle und der Theodor-Schüz-Realschule. Zuerst unter dem Dirigat von Matthias Beno, dann unter Leitung von Realschullehrerin Barbara Goering spielten die Jüngsten vier kurze Volkslieder. Ebenfalls vier Stücke hatte die Jugendkapelle zwei einstudiert. Die Folgegruppe der Bläserklasse spielte aus dem Übungsheft von John Higgins unter anderem "Power Rock" und das Gospelstück "When the saints go marching in".

Nach ihnen übernahm die Jugendkapelle eins den Platz auf der Bühne. Im Medley "Best of A. L. Webber" durfte ein Ausschnitt aus dem Musical "Phantom der Oper" natürlich nicht fehlen, anschließend entführten die Jugendlichen ihre Zuhörer in die Welt des Zeichentrickfilms. Unter dem Titel "Kleine Meerjungfrau" hat Arrangeur Hans von der Heide den Soundtrack des bekannten Disney-Films zusammengefasst, die Jugendkapelle eins erhielt für ihren Auftritt zu Recht viel Applaus. Denn vor allem mit ihrem letzten Beitrag stellten die Nachwuchsmusiker ihr Können unter Beweis, es erklangen die ersten beiden Sätze der "PC-Suite" von Ennio Salvere. Mit diesem Stück war die Jugendkapelle eins im vergangenen Jahr beim Wertungsspiel in Böblingen angetreten und hatte als bestes Orchester der Stufe zwei abgeschnitten. Zwischen den beiden Gruppen der Stadtkapelle Herrenberg konnte mit Gregor Daszko und seinem Percussion-Ensemble ein Dauergast begrüßt werden. Daszko bezeichnete den Auftritt als "wunderbare Möglichkeit, das Schlagzeug auch einmal in die erste Reihe zu bringen". Mit "Wood stick" und "Sunny Mallets" gab das Ensemble zwei Stücke von Eckhard Kopetzki zum Besten.

Mit einem "Herzlichen Glück auf" und Harpos 70er Jahre Kulthit "Moviestar" begrüßten Dirigent Sven Schremmer und das Jugendblasorchester des Bergmannsblasorchester Kurbad Schlema die Gäste. Schremmer versprach den Zuhörern "eine halbe Stunde mit schöner Musik", bei ihrem Gastauftritt spielten die Jungmusiker aus dem Erzgebirge ausschließlich fetzige Blasmusik. Dem gefühlvollen "Cant help falling in love" des King of Rock folgte eine bunte Mischung aus Schlager- und Rockmedleys. Lautstark, musikalisch überzeugend und, wie es sich für einen Samstagabend gehört, äußerst unterhaltsam gestaltete die Jugend der Bergmannskapelle ihren Auftritt. Den Medley-Reigen eröffnete man mit Manfred Schneiders "Roberto Blanko" und - wie könnte es anders sein - einem Ausschnitt aus "Ein bisschen Spaß muss sein".

In seiner Hommage an Bert Kämpfert hat Hans Kolditz unter anderem dessen Hits "Swingin Safari", "Magic Trumpet" und "Spanish Eyes" untergebracht, es folgten "James Last Golden Hits". "Was ist mit euch los? Wenn es euch gefällt, dürft ihr ruhig klatschen", wandte sich Sven Schremmer an das Herrenberger Publikum. Das legte auch prompt seine Zurückhaltung ab, beim Hit-Potpourri der "Village People" und deren Erfolgsstück "Y.M.C.A." waren vereinzelt erhobene Hände zu sehen, beim letzten Programmpunkt des Jugend-Blasorchester Kurbad Schlema erhoben sich die Zuhörer gar von ihren Sitzen. Mit dem "Steigermarsch", vom Dirigenten als "heimliche Hymne des Erzgebirges" bezeichnet, machte das Orchester einen Abstecher in die volkstümliche Ecke der Blasmusik. Dort verweilte man auch für die beiden Zugaben, dem "Trompetenecho" folgte der "Radetzkymarsch". Für das letzte Stück gesellte sich die Jugendkapelle eins noch einmal auf die Bühne, dicht an dicht standen die knapp 100 Musiker auf der Bühne und schickten ihr Publikum mit zünftiger Marschmusik nach Hause.


 
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