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    Bei Musikern und Zuhörern gerät das Blut in Wallung
 

Stadtkapelle begeistert die Gäste beim „Sommerfarben”-Konzert in der Stadthalle

Gäubote-Artikel vom 16.07.2009

Das Sommerfarben-Konzert der Herrenberger Stadtkapelle fand in der Stadthalle statt - obwohl es während der beiden Big-Band-Sound-Stunden draußen trocken blieb.


von Pamela Hahn


Zwei Big-Band-Sound-Stunden voller Energie bot die Stadtkapelle
GB-Foto: Holom

Trotzdem hatte es Moderator Christof Seeger nicht schwer, das zahlreiche Publikum auch unter Dach für die mitreißenden Big-Band-Arrangements zu begeistern. Während des Konzerts wünschte er sich trotzdem spontan einen "kleinen Wolkenbruch", damit sich der Hallen-Aufenthalt auch gelohnt habe. Auf jeden Fall freute sich Stadtkapellenleiter Matthias Beno über die fast volle Stadthalle "an einem Dienstagabend". Mit klassischen Glenn-Miller-Melodien startete der bunte Musikabend, und der "Großmeister der Big-Band-Arrangements" verfehlte seine Wirkung nicht. Das Motto des Abends, das gleichzeitig eine Art Versprechen der Musiker an die Zuhörer war, bewahrheitete sich umgehend: "We will rock you." Christof Seeger näherte sich dem Motto durch passende Kleidung an - Chopperstiefel und Lederweste kleideten den Moderator.

Tatsächlich wippten viele Zuhörer gleich beim ersten Stück mit den Füßen, und tosender Applaus belohnte die Musiker - die Stimmung war enthusiastisch. Doch nicht nur in den Zuschauerrängen, auch auf der Bühne geriet das Blut in Wallung: Die Musiker visualisierten durch Aufstehen und Hinsetzen das An- und Abschwellen des reichen Sounds - nicht ganz einfach mit den teilweise recht unhandlichen Instrumenten. Ein bunter Reigen an Beatles-Melodien setzte das Erfolgsprogramm der Stadtkapelle fort. Von "Yesterday" und "A hard days night" über "I want to hold your hand" bis zu "Hey Jude" - keiner der wohlbekannten Klassiker fehlte. Auch beim Beatles-Medley erhoben sich die Musiker taktsicher aus den Stühlen. Die klagende Solo-Trompete spielte Benjamin Vötterle.

Eine "gewisse Grundkonstitution" als Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in der Herrenberger Stadtkapelle erkannte nach dem zweiten Stück auch Christof Seeger und lobte das Ensemble für dieses abendliche "Workout". Mit dem wohl bekanntesten Gitarrenriff überhaupt - wohlgemerkt umgesetzt mit den Blasinstrumenten der Stadtkapelle - ging es weiter. Der Gitarrenpart aus "Smoke on the water" von Deep Purple wurde von den Stadtkapellen-Musikern intoniert. Ein wenig brachialer als die vorhergehenden Stücke kam diese Interpretation daher - fast schienen einige Köpfe der Zuhörenden eine Art Headbanging-Bewegung anzudeuten. Bravo-Rufe, lautes Johlen und rhythmisches Mitklatschen bestärkte die Musiker in ihrer wenig zimperlichen Umsetzung der Melodien der 1968 gegründeten Rock-Formation. John Miles "Music", die unsterbliche Hommage an die Freuden der Musik war der nächste Höhepunkt des Konzerts. Isabell Rüdenauer übernahm die Solo-Saxofon-Passagen. Den nicht ganz einfachen 7/4-Takt des Stücks meisterten die Schlagzeuger mit Bravour.

Mit "Rock Encounter", das übersetzt entweder "Zusammentreffen", "Begegnung" oder auch "Gefecht" heißt, endete der erste Teil des Stadtkapellen-Programms. Mit einem - wohlgemerkt instrumental erzeugten - Donnerschlag entließ die Stadtkapelle die Zuhörer in die Pause.

Mit dem schwierigen Stück der Kultband "Queen" ging es nach der Pause anspruchsvoll weiter. Anschließend war die Stadtkapelle ganz unerwartet extrem nah am Puls der Zeit. Mit dem stark rhythmisierten Medley "Michael!" ertönten in der Stadthalle Melodien, die momentan allgegenwärtig sind. Wunderbar harmonierten dabei die Melodien des jüngst verstorbenen "King of Pop" mit dem Big-Band-Sound. Sowohl Michael Jackson als auch die Stadtkapelle setzten auf effektvolle Klangarrangements und nicht eben auf Understatement - ein durch und durch harmonisches Zusammentreffen also. Als weitere Superstars reihten sich anschließend Elton John und Robbie Williams in das musikalische Abendprogramm ein. Der anschließende Titel "Final Countdown" machte deutlich, wohin die Reise ging: Langsam, aber sicher neigte sich das Programm dem Ende zu. Mit einer Standing Ovation erkämpfte sich das enthusiastische Publikum jedoch noch zwei Zugaben. Die Frage von Moderator Christof Seeger nach der ersten Zugabe "Wollt ihr noch einen hören?" erwies sich schnell als rein rhetorisch. Mit dem eher traditionellen, aber nichtsdestotrotz "rockenden" Fliegermarsch beendete die Stadtkapelle unter dem tosenden Applaus des Publikums das Sommerfarben-Konzert.

 
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