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    Erfolgreicher Abschluss eines Marathons
 

Die Stadtkapelle tritt in der Herrenberger Stiftskirche zum Advent auf

Gäubote-Artikel vom 09.12.2008

Souverän und emotionsreich präsentierte sich die Stadtkapelle Herrenberg bei seinem Adventskonzert am Sonntagabend. Auch beim sechsten großen Auftritt in diesem Jahr überzeugte das große Blasorchester mit einem ansprechenden Programm und einer Spielweise, die von Klangfülle, technischer Versiertheit und der Lust am Musizieren geprägt ist.


VON SABINE HAARER


Haben ein Mammutprogramm in diesem Jahr hinter sich: Die Musiker der Stadtkapelle
GB-Foto: Schmidt

Die Glühwein- und Waffeldüfte, die einem beim Gang über den Herrenberger Marktplatz und dem Aufstieg zur Stiftskirche um die Nase wehten, hatten wunderbare Vorarbeit geleistet. Spätestens beim gemeinsamen Abschluss wurden die letzten Standhaften mit der Darbietung der Stadtkapelle in der Stiftskirche in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. "Oh, du Fröhliche" sangen die Zuhörer zu den Klängen des großen Blasorchesters, das eigens gedimmte Licht trug zur Verstärkung der Gänsehaut-Stimmung bei.

Zuvor schon hatten sich die Aktiven der Stadtkapelle in die Herzen ihrer Zuhörer gespielt und erhielten für ihre Darbietungen nicht nur den wohlverdienten Applaus, sondern auch ein Extra-Lob von Dirigent Matthias Beno. "Wir haben in diesem Jahr einen wahren Konzertmarathon hinter uns gebracht." Sechs schwere Konzerte seien eine "super Leistung".

Trotz der arbeitsintensiven zwölf Monate präsentierte sich das Blasorchester in einer tollen Verfassung, das Programm zum traditionellen Adventskonzert hatte man in diesem Jahr mit der Überschrift "Hymne an das Leben" versehen. Passend dazu wurde James Curnows "Rejouissance" über den Kirchenchoral "Eine feste Burg ist unser Gott" im Notenarchiv des Vereins wiederentdeckt.

Dazu erklangen die ruhige und emotionale "Romanze" von James Barnes, das ebenso gefühlvolle "Shenandoah" von Frank Ticheli und, als Eröffnungsstück, "Joyfull Allelujas" von Jared Spears. Ein ums andere Mal folgten die Musiker dem Dirigat von Beno, setzten dessen Vorstellung für Tempi und Lautstärke auf den kleinsten Fingerzeig hin um, harmonierten nicht nur miteinander, sondern darüber hinaus auch mit der Besonderheit des Konzertsaales. "Hier in der Stiftskirche hat das Orchester immer einen richtig satten Sound", brachte es Beno auf den Punkt.

"Ein beeindruckendes Konzert, das dazu einlädt, über das Leben und das, was es lebenswert macht, nachzudenken", wandte sich Dekan Klaus Homann in einer kleinen Ansprache an die Konzertbesucher. "Dankbarkeit macht das Leben erst reich", führte Homann ein verkürztes Bonhoeffer-Zitat an. Ebenso seien das Empfangen und das Weitergeben von Liebe und Sympathie von essenzieller Bedeutung.

Das Hauptstück des Konzertes, "Diagramm" von Andre Waignain, beschäftigte sich mit den Höhen und Tiefen eines Blasmusikorchesters, brachte das Gefühlschaos eines Klangkörpers zum Ausdruck. Das Stück, das von der Stadtkapelle ebenfalls schon in einem früheren Konzert gespielt wurde, wird derzeit als Selbstwahlstück für das Wertungsspiel im nächsten Jahr auf den neuesten musikalischen Stand gebracht.

 
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