Presse
Presseartikel zum Erlebniskonzert am 31.10.2008 und 01.11.2008
    Durch einen 40-Meter-Tunnel in die Zauberwelt
 

Das erste Erlebniskonzert der Stadtkapelle Herrenberg war zweimal ausverkauft

Kreiszeitung Böblinger Bote - Artikel vom 04.11.2008

LHerrenberg – Abtauchen in die Welt der Zauberer, den Fluch der Karibik spüren? Beim ersten Erlebniskonzert dieser Art entführte die Herrenberger Stadtkapelle unter der Leitung von Matthias Beno die Zuhörer gleich in mehrere Zauberwelten. Mit Riesenerfolg, denn die Stadthalle war sowohl Freitagabend wie auch Samstagnachmittag ausverkauft.


VON SABINE ELLWANGER


Die Stadtkapelle entführte mit Gruseleffekten in die Piratenszene der
Karibik – und alle hatten ihren Spaß
BB-Foto: Ellwanger

Hier läuft tatsächlich alles ganz anders als sonst bei Konzerten: Im Foyer wuselt es, überall kleine Zauberer, Hexen und Piraten,viele lassen sich an den Schminktischen erst noch ihre Wunschmaske aufs Gesicht malen, um dann als Seeräuber oder Harry Potter den Saal zu betreten.

Aber auch das geht nicht einfach so. Wo ist die Saaltür? Nicht zu sehen, stattdessen gähnt mitten im Foyer ein großer schwarzer Tunnel den Besuchern entgegen und verschlingt einen nach dem anderen. Dieser Überraschungstunnel schlängelte sich über 40 Meter bis hin zu den Stuhlreihen, hinter jedem Knick lauerte ein anderes Highlight - Nebel, Piraten, Gespenster, überdimensionale Spinnweben, und Blitzlichtgewitter machten Geisterbahnatmosphäre.
So eingestimmt blickten die Konzertgäste gespannt zur Bühne, wo insgesamt 100 Musiker der Stadtkapelle und der ersten Jugendkapelle inzwischen in mystischsparsamem Lichtschein Platz genommen hatten. Knisterspannung herrschte, als die Harry-Potter-Filmmusik erklang, während auf der großen Leinwand oberhalb des Orchesters der Filmheld persönlich, aber auch Ron und Hermine, Hagrid und Dumbledore ein Stelldichein gaben.

Mit "Somewhere over the Rainbow" präsentierten die Orchester gemeinsam mit dem Chor der Jerg-Ratgeb-Realschule unter der Leitung von Christoph Mild-Ruf den Hit aus dem "Zauberer von Oz". Eine schöne Idee war es, gemeinsam mit den beiden Erzählern Peter und Regina Kuhn in die Märchenwelt zu schlüpfen, sich ganz einstimmen zu lassen in die Gefühlswelt der dargestellten Legenden. Das zentrale Werk des Konzerts bildete die Trilogie "Herr der Ringe". Als Sängerin versteht es Regina Kuhn, ihre volle Stimme halb singend, halb sprechend, mit Spannung und Dramatik zu erfüllen. Etwa, als sich der Hobbit Frodo aufmacht, um seine gefährliche Mission zu erfüllen, den Ring zu zerstören. "Ihr Hobbits seid doch wahrlich erstaunliche Geschöpfe", liest Peter Kuhn, bevor die letzte Schlacht um Mittelerde gegen das riesige Heer des dunklen Herrschers beginnt. Der Schlusschor kam so gut an, dass er als später als Zugabe nochmals wiederholt wurde.

Ende des offiziellen Konzertprogramms bildete der "Fluch der Karibik" - auch hier sei betont, trotz aller begleitenden Showeffekte ein überaus anspruchsvolles musikalisches Pensum für die Musiker, die sich einmal mehr als versiert und vielseitig zeigten. Vielseitig bis hin zu dramatischen Szenen, denn unmittelbar vor der Bühne fand ein Pirat den Tod durch den Säbel und wurde hinausgeschleift.

Nach anhaltendem Applaus dankte Matthias Beno seinen Musikern und Darstellern wie auch den Sponsoren und dem Projektteam um Karin Schwenk, das seit mehr als einem Dreivierteljahr mit den Vorbereitungen beschäftigt war. Der Erfolg freute den Musikerchef sichtlich: "Mein Dank geht auch ans Publikum. Wir versuchen, uns gesellschaftlich zu engagieren - es ist toll, wenn das so belohnt wird." Die Besucher ihrerseits zogen mit zufriedenen Gesichtern in Richtung Saalausgang, hier allerdings war nochmals Geduld gefragt. Im Foyer musste jeder vorsichtig über den soeben ermordeten Piraten hinweg steigen. Aber ganz so tot war er nicht. Er lächelte.




 
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