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    Helmut Stoll erhält für 50 Jahre die goldene Nadel
 

"Globale Variationen": Großes Konzert der Stadtkapelle Herrenberg in der Stadthalle - Beeindruckende Leistung von drei Orchestern

Gäubote-Artikel vom 10.03.2008

Einmal mehr zeigte der Musikverein Stadtkapelle Herrenberg am Samstagabend in der Stadthalle, welches Potenzial in seinen verschieden Orchestern steckt: Die Jugendblasorchester I und II beeindruckten durch ihr harmonisches Spiel, das große symphonische Blasorchester, ebenfalls unter der Leitung von Matthias Beno, bescherte den Zuhörern Blasmusik der Höchstklasse.


VON RENATE MEHNERT


Blasmusik vom Feinsten boten die drei Orchester der Stadtkapelle Herrenberg
GB-Foto: Bäuerle

Eine besondere Auszeichnung wurde dem kürzlich ausgeschiedenen ersten Vorsitzenden Georg Schwenk zuteil: Er wurde zum Ehrenvorsitzenden der Stadtkapelle ernannt. Eine beeindruckende Musikveranstaltung mit drei Orchestern bot die Stadtkapelle Herrenberg am Samstagabend den Zuhörern in der Stadthalle: Die beiden Jugendblasorchester spielten Musikstücke, die den Frühling voller Kraft und Lebensfreude wachriefen, anschließend bot das Große symphonische Blasorchester des Musikvereins höchst anspruchsvolle Stücke. Den rund 80 Mitspielerinnen und Mitspielern des Klangkörpers war damit Gelegenheit geboten, ihr Können zu beweisen. Herausragende Soli inbegriffen. Alle drei Kapellen musizieren seit acht Jahren unter der Leitung von Musikdirektor Matthias Beno, der zugleich auch Verbandsdirigent im Kreis Böblingen und als Wertungsrichter im In- und Ausland tätig ist.

Das von Effi Svende Dammenhain moderierte Konzert der Stadtkapelle präsentierte unter dem Motto "Globale Variationen" einen jungen Musikverein. So wusste das Jugendblasorchester I der rund 15 jüngsten Spielerinnen und Spieler durch schönes Zusammenspiel und flotte Spielweise zu überzeugen. Das Jugendblasorchester II brachte anschließend drei anspruchsvolle Stücke, "Invicta" und "Grand Canyon Ouvertüre" des amerikanischen Blasmusikkomponisten James Swearingen und "Lord of the Dance" von Ronan Hardiman, zu Gehör. Beeindruckend: die große musikalische Weiterentwicklung der nunmehr älteren, jugendlichen Mitwirkenden, bei denen neben anderen der 13-jährige Patrick Helms am Xylofon und Joachim Paret an den Timbales, einem aus Kuba stammenden, einseitig bespannten Trommelpaar überraschten. Nach der Pause bewies das Große symphonische Blasorchester der Stadtkapelle einmal mehr seine Klasse. Unter anderem mit der "Ouvertüre to an new age" von Jan de Haan, "Xenia Sarda", einer Liebeserklärung an Sardinien von Hardy Mertens und dem "Konzert für Altsaxofon und Blasorchester von Roland Binge. Mit diesem Stück hatte Sven Bruckner seinen großen Auftritt: Großartig sein musikalischer Dialog mit dem Orchester. Für seinen entspannten, souveränen Vortrag erhielt der bei Wettbewerben mehrfach ausgezeichnete Preisträger viel Beifall.

So überzeugend die Darbietung der drei Orchester auch war, ein anderer stand im Mittelpunkt des Abends: Georg Schwenk, ein Urgestein der Stadtkapelle. Drei Jahre lang war er Jugendleiter, 13 Jahre Musikervorstand, 19 Jahre Vorsitzender, Vizedirigent und außerdem Baritonsax spielendes Mitglied der Stadtkapelle. Jahre, in denen der umtriebige Vorsitzende Zeichen setzte, neue Ideen verwirklichte und den Verein dauerhaft gut aufstellte. Die vielen jungen Mitwirkenden in den drei Orchestern sprachen am Samstag für sich. Schwenks Vorgänger im Amt und langjähriger Ehrenvorsitzender der Stadtkapelle, Paul Schmidt, hielt die Laudatio auf den kürzlich aus dem Amt Geschiedenen und ernannte den ehemaligen Vorsitzenden im Namen des Musikvereins zum Ehrenvorsitzenden. Zudem wurden weitere langjährige aktive Mitglieder der Stadtkapelle ausgezeichnet: Hans Reichenecker als Vertreter des Blasmusikverbandes überreichte Anstecknadel und Urkunde: Für 30 Jahre an Peter Schwenk und Frank Wüst. Das sei ein halbes Musikerleben, meinte Hans Reichenecker.

Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Willi Vöttele die Auszeichnung. Für 50 Jahre schließlich heftete Reichenecker dem Trompeter Helmut Stoll, "einem besonders engagierten Musiker", die goldene Ehrennadel mit Brillant ans Revers. Davon gebe es im Kreisverband nicht viele, betonte der Verbandsvertreter.



 
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