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    Anspruchsvolle Stücke, versierte Musiker
 

Neujahrskonzert der Stadtkapellen-Jugend erstmals in der Mensa Längenholz:
Sehr gute Stimmung in den voll besetzten Rängen

Gäubote-Artikel vom 23.01.2008

Tosender Applaus und voll besetzte Reihen: Beim Neujahrskonzert der Jugend der Stadtkapelle Herrenberg war die Stimmung bestens.


VON PAMELA HAHN


Schwungvoll und ambitioniert: Auch das Schlagzeug-Ensemble unterhielt die Zuhörer
GB-Foto: Bäuerle

Eltern und Großeltern, Geschwister und Bekannte waren gekommen, um den jungen Musikanten zu lauschen. Zum ersten Mal fand das Neujahrskonzert der Jugend in der Mensa beim Längenholz statt. Zuerst spielte die Bläserklasse 2007-2009. Seit September 2007 versuchen sich hier Mädchen und Jungen an verschiedenen Blasinstrumenten, um dann nach zwei Jahren Ausbildungszeit mit Einzelunterricht an der Musikschule Herrenberg in die Jugendkapelle 2 zu wechseln. Gleichzeitig besuchen sie einmal pro Woche die Orchesterprobe, um das gemeinsame Spielen zu üben. Die Bedeutung dieser fundierten musikalischen Bildung betonte Matthias Beno, Musikdirektor der Stadtkapelle, ganz explizit. Auch in Zeiten von "Geiz ist geil" sei das Musizieren von großer Bedeutung und auch ein qualifizierter Musikunterricht, der nicht billig sein könne.

Da die jungen Musiker noch ganz am Anfang ihrer musischen Laufbahn standen, ging das Publikum entsprechend großzügig mit einigen Verspielern um. Es quittierte die "Suite internationaler Lieder", bestehend aus "Hänschen klein" und "Au clair de la lune" mit kräftigem Applaus. Mit einer dreistimmigen Version des englischen Klassikers "London Bridge" verabschiedeten sich die ganz jungen Bläser von der Bühne, um der Bläserklasse 2006-2008 und der Jugendkapelle 2 Platz zu machen. "Diese Bläserklasse war so schnell, dass sie schon gemeinsam mit der Jugendkapelle 2 auftreten kann", erklärte Matthias Beno. Mit immer noch recht kurzen, aber ziemlich anspruchsvollen Stücken zeigten diese Jungmusiker ihr Können. Neben einigen Märschen ("Mickey Mouse March" von Jimmie Dodd und "When the Saints go marching in", das in einer originellen, etwas verjazzten Version von John Higgins gezeigt wurde) spielten sie das Stück "Power Rock". Es stellte sich als Medley zweier Klassiker der Kultband "Queen" heraus, nämlich das energiegeladene "We will rock you" und "Another one bites the dust". Mit dem Lied "Superkallifragilistischexpialidorisch", das im Original von Julie Andrews im Disney-Film "Mary Poppins" gesungen wird, beendete die zweite Gruppe ihren Auftritt. Es folgte der Auftritt des Schlagwerkensembles unter der Leitung von Gregor Daszko. Mit technisch sehr anspruchsvollen rhythmischen Klängen auf unterschiedlichstem Schlagwerk füllten sie den Raum bis in den letzten Winkel.

Schließlich kam der Auftritt der Jugendkapelle 1. Ganz in schwarz waren die Jung-Musiker gekleidet bis auf das signalrotem Tüchlein, das die Mädchen um den Hals geknotet hatten, während die Jungen es adrett als Einstecktüchlein nutzten. Zwischen vier und sechs Jahren haben sich die etwa 40 Kinder der Jugendkapelle 1 bereits musikalisch gebildet. Entsprechend technisch versiert boten sie dem Publikum anspruchsvolle Stücke dar. Einstiegsstück war "Invicta" von James Swearingen. Das zweite Stück war "Encanto" von Robert W. Smith, das im letzten Jahr Pflichstück bei einem Musikwettbewerb war, an dem die Jugendkapelle 1 teilnahm. Damals entschieden sich die Teilnehmer aus Herrenberg für ein anderes Stück, beim Neujahrskonzert spielten sie es in Perfektion. Etwa ein bis zwei bundesweite Wettbewerbe pro Jahr bestreiten die jungen Musiker. Passend zur diesjährigen Sommerolympiade in Peking schlossen die drei Sätze von "Olympic Dream" von Andreas Schulte an. Mit dem musikalischen Thema des Piratenfilms "Fluch der Karibik" beschloss die Jugendkapelle ihr Vorspiel. Als kleine Zugabe für die begeisterten Zuhörer gab es den Marsch "Jubilissimo".


 
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