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    Von der Publikumstribüne schallen Bravo-Rufe
 

Stadtkapelle Herrenberg lässt es beim "Sommerfarben"-Festival richtig "fetzen":
Anspruchsvolle Titel und Gassenhauer zum Mitklatschen

Gäubote-Artikel vom 18.07.2007

Klänge von Fanfaren, Hits aus den 70ern, viel Swing und Musicalmelodien gehören zum Standardrepertoire der Stadtkapelle Herrenberg. Stimmung ist mit ihnen garantiert. Diesem bewährten Rezept folgte auch ihr Auftritt auf dem Marktplatz im Rahmen der Herrenberger "Sommerfarben". Außergewöhnliches Hörerlebnis und Höhepunkt des Abends war für die Besucher aber die Aufführung des Stückes "Chaos Theory": Thomas Rose brillierte in dem "Konzert für E-Gitarre und Blasorchester" von James Bonney als Solist.


VON RENATE MEHNERT

Als ultimative Bühnen- und Orchestershow "Lets fetz", war der Auftritt der Stadtkapelle Herrenberg angekündigt. Nach zahlreichen großen Veranstaltungen der Kapelle in ihrem Jubiläumsjahr versprach das Motto im Rahmen des "Sommerfarben"-Festivals erneut mitreißende Rhythmen und musikalisches Entertainment unter der Leitung von Matthias Beno. Im ersten Teil noch zurückhaltend, kamen vor allem bei eingängigen Swingnummern nach der Pause etliche ShowElemente einer Big Band zum Einsatz.

Mit der fulminanten "Olympic fanfare and theme" von John Williams zur Eröffnung stimmten die Bläser das Publikum auf einen höchst unterhaltsamen Abend ein. Denn dass es sich für die Stadtkapelle sozusagen um ein Heimspiel handelte, war schon beim Einzug der Musiker auf die Bühne bei den ersten Begeisterungspfiffen klar geworden. Mit viel Beifall wurden vor allem Stücke mit Solopartien bedacht, etwa für die jungen drei Solisten am Kornett Markus Fischer, Sven Schrade und Dennis Hiller in "Buglers Holiday" von Leroy Anderson in ersten Teil.

Packendes Swingfeeling kam mit Glenn Millers "Pennsylvania 6500" auf, später bei "Chattanooga Choo Choo", "Swing the Mood" und "Sax in the City" von Andreas Ludwig Schulte. Registerweise erhoben sich die Bläser während des Spiels und zeigten ihre Showeinlagen. Beim Medley der erfolgreichsten Melodien aus "Mamma Mia" begannen die Zuschauer begeistert mitzuklatschen. Bravo-Rufe waren zu hören.

Sozusagen das Kontrastprogramm folgte mit "Chaos Theory", dem 1998 vom Amerikaner James Bonney komponierten Konzert für E-Gitarre und Blasorchester. Moderator Christof Seeger aus Gäufelden erklärte dem Publikum den Hintergrund des anspruchsvollen Werks: eine Hommage an Komponisten verschiedener Epochen des Barock, der Moderne, des Rock und Soulklänge, deren typischen Stile der Solist an der E-Gitarre in seiner Improvisation vereine, sagte er. Den Part an der E-Gitarre übernahm Thomas Rose, Dozent an der Herrenberger Musikschule. Ohne Zweifel war sein Vortrag der Höhepunkt des interessanten Abends, großartig seine Interpretation. Rose und die Musiker der Stadtkapelle ernteten für die gelungene Aufführung einen Riesenapplaus.

Dass sie die "Chaos Theory" schon immer einmal spielen wollten, gestand Stadtkapellen-Chef Georg Schwenk. Mit ihm freute sich Matthias Beno über die erfolgreiche Premiere am Montag: "Wir wollten damit das Publikum auf etwas Neues einstimmen, vorurteilsfrei mit neuen Klangfarben bekannt machen", machte der Orchesterleiter klar. Lateinamerikanische Klänge, Filmmusiken und Musik großer Entertainer heizten nach der Pause dem Publikum in diesem lauen Sommerabend noch einmal richtig ein. Einfach klasse unter anderem die Show zu "Blues Brothers in Concert": im passenden Outfit mit Hüten und Sonnenbrille. Beim Klassiker "Everybody needs somebody" ging das Publikum begeistert mit.

 

 


 




 
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