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    Ein Heimspiel für Dirigent Ernst Hutter
 

Egerländer Musikanten bei den Jubiläumsfeierlichkeiten der Stadtkapelle Herrenberg

Kreiszeitung Böblinger Bote-Artikel vom 14.05.2007

Herrenberg – (enk) Ein Highlight gab es bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 550-jährigen Bestehen des Musikvereins Stadtkapelle Herrenberg: Die Egerländer Musikanten, die sich
beim „Heimspiel“ in bestechender Form präsentierten.

 


Ernst Hutter: Einst Dirigent in Herrenberg, jetzt Chef der Egerländer Musikanten
Foto: Winkler

Schon seit Monaten hat sich Ernst Hutter, Leiter der Egerländer Musikanten und somitlegitimer Nachfolger von Ernst Mosch, auf dieses Heimspiel in der gut besetztenHerrenberger Mehrzweckhalle gefreut. Die Egerländer Musikanten brannten ein wahres musikalisches Feuerwerk ab, wie schon bei ihren ersten Herrenberger Konzerten an gleicher Stelle in den Jahren 1964 und 1965. Mit enormer Ausstrahlungskraft, erfrischend zeitloser Musik und einem sicheren Gespür für perlende Harmonien und perfekter Klanggestaltung machten die Egerländer Musikanten aus der schmucklosen Herrenberger Mehrzweckhalle ein singendes und swingendes Konzerthaus.

Klar waren die Egerland-Klassiker wie „Egerland Heimatland“, „3 weiße Birken“ oder „Bis bald auf Wiedersehen“ zu hören, und wurden vom Publikum mit riesigem Applaus honoriert. Frei von modischem Krimskrams, subtil bis ins Detail, tragen alle Stücke den unverwechselbaren Stempel von Ernst Mosch. Dass diese Musik bei den Blasmusik-Fans bestens ankommt, beweisen nicht zuletzt 29 Goldene Schallplatten, teilweise sogar noch mit Platin und Diamanten besetzt.

Trotzdem änderte Ernst Hutter das offizielle Programm gewissermaßen als Hommage und Dank an seine Zeit als Dirigent der Stadtkapelle Herrenberg und zeigte mit einer „Solistenparade“ die große Virtuosität seiner 16 Musikanten. Ernst Hutter glänzte mit Posaune und Bariton genauso mit perfektem Sound wie Jörg Brohm an der Trompete, Oswald Windrich am Bass und Holger Müller am Schlagzeug.

Es war im wahrsten Sinne ein Heimkommen, denn Ernst Hutter begann seine musikalische Profi-Karriere zunächst als Dirigent der Stadtkapelle Herrenberg in den Jahren 1985 und 1986. Als Könner an der Posaune und am Bariton war Hutter lieber Instrumentalist als Dirigent und Musikschullehrer und ging deshalb als Solist zur SWR Big-Band, damals noch geleitet von Erwin Lehn. Außerdem nahm er das Angebot von Ernst Mosch wahr, als festes Mitglied bei den Egerländer Musikanten als Baritonist einzusteigen.

Aber es sind noch mehr Wurzeln, die ins Gäu ragen: Jürgen Dieter, Roadmanager und Aushilfs-Schlagzeuger, ist ein echter Kuppinger, Trompeter Rüdiger Ruf kommt aus Rottenburg und „Blasmusikdazwischenschwätzer“ Edi Graf hätte auch mit dem Fahrrad kommen können, stammt er doch aus Wurmlingen. Des weiteren ist die Kontaktadresse der Egerländer für Autogramm- bzw. CD-Wünsche das Postfach 1223 in 71071 Herrenberg.

Bereits am Freitag hatten die Festivitäten zum 550-jährigen Geburtstag der Herrenberger Musikanten begonnen. Cover-Rock und Party-Musik bestimmten das Programm von Madison Bow, die trotz der spärlich besetzten Halle nicht locker ließen, ihren Fans einzuheizen.

Geendet hat das Programm der Stadtkapelle mit dem „Großen Zapfenstreich“ gestern Abend auf dem Herrenberger Marktplatz.

 


 
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