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   Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
 

550 Jahre Herrenberger Stadtkapelle: Helmut Stoll ist am längsten musikalisch aktiv

Gäubote-Artikel vom 13.04.2007

Die Herrenberger Stadtkapelle feiert in diesem Jahr ihr 550-jähriges Bestehen und ist damit der älteste Musikverein Deutschlands. Der "Gäubote" stellt bis zum großen Festwochenende vom 11. bis 13. Mai in fünf Folgen für jedes volle Jahrhundert also eine Mitglieder vor, die herausragen. Entweder kraft ihres Amtes oder wegen langjähriger Zugehörigkeit. Folge eins dreht sich um Helmut Stoll, der mit am längsten musikalisch aktiv ist.


VON HOLGER WEYHMÜLLER



Fast ein halbes Jahrhundert als Trompeter aktiv und seit 1969 mit an Bord der
Herrenberger Stadtkapelle: der Kuppinger Helmut Stoll  GB-Foto: Bäuerle

49 Jahre ist ein Wort. So lange nämlich bläst der Kuppinger Helmut Stoll schon die Trompete. Mit neun Jahren hat er angefangen, seit 1969 ist er in der Stadtkapelle Herrenbergs aktiv. "Mein Vater", erinnert sich der ehemalige Lokführer, "war ein fanatischer Musiker." Und weil der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, sah Helmut Stolls nicht ganz ernst gemeinte Prioritätensetzung lange Zeit folgendermaßen aus, wie er mit einem Augenzwinkern verrät: "Zuerst die Musik, dann der Beruf, dann die Familie."

Im Laufe dieser Jahrzehnte hat der Hobby-Musiker natürlich mit der Stadtkapelle einiges erlebt. Und: "Es hat immer Spaß gemacht, die Kameradschaft unter den Mitspielern steht an erster Stelle." Besonders im Gedächtnis sind dem 57-jährigen gebürtigen Alpirsbacher die Auslandsreisen zuvorderst die nach Mauretanien. Der dortige deutsche Botschafter lud die Musiker um Dirigent Matthias Beno seinerzeit zum Tag der Deutschen Einheit in das Land im nordwestlichen Afrika. Stoll: "Es waren sämtliche Politiker des Landes dabei und viele Botschafter." Der mauretanische Staatschef habe die Herrenberger Delegation sogar persönlich in den Palast eingeladen. "So etwas", weiß der Kuppinger Hobby-Musiker, "kommt nur über die Musik zu Stande."

Mittlerweile lässt er die Nachwuchskräfte in der Stadtkapelle die erste Geige, besser: die erste Trompete spielen. "Das fällt den Jugendlichen leichter als uns älteren." Dass Stoll dennoch lange nicht zum alten Eisen zählt, ist sicher: "Wenn man immer übt, kann man auch mit 57, 58 Jahren dabei sein." Und er übt fleißig.

 


 
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