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   Georg Schwenk kündigt seinen Rückzug an
 

Musikverein Stadtkapelle Herrenberg im Jubiläumsjahr: Zum 550-jährigen Bestehen
gut aufgestellt

Gäubote-Artikel vom 05.03.2007

Herrenberg - Ein großes Jahr hat für die Stadtkapelle Herrenberg schon begonnen: Der Verein feiert sein 550-jähriges Bestehen. Bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Gasthaus "Botenfischer" sah man sich gut aufgestellt. Nicht alles war im vergangenen Jahr zwar gelaufen wie gedacht, doch vor allem musikalisch sieht sich der Verein auf einem guten Weg. Vorsitzender Georg Schwenk kündigte außerdem seinen Rückzug an.


VON ANDREAS FISCHER

Etliche recht problematische Phasen" hatte Georg Schwenk ausgemacht. Ein Manko hatten einige Veranstaltungen gehabt, aus Sicht des Vereins zu geringe Besucherzahlen. So geschehen etwa beim Konzert in der Grafenberghalle in Kayh, das man von der seinerzeit einsturzgefährdeten Stadthalle dorthin habe verlegen müssen, so Schwenk. Genauso bei den 38. Herrenberger Musiktagen im September. "Samstag und Sonntag leider sehr schwach besucht", bedauerte Schwenk, für die Musiktage zu wenig. Deshalb müsse man "sich etwas Neues einfallen lassen". Einen ausführlichen Blick warf der Vorsitzende auf das Jubiläum. Von dem Konzert im März etwa werde der Verein "erstmals eine Live-CD erstellen", kündigte Schwenk an. "Es gibt viel zu tun, packen wir es an", rief der Vereinschef den Mitgliedern zu.

Schriftführer Gerd Henßler bilanzierte die Konzerte und Bewertungsspiele. 18 Auftritte habe man absolviert, 56 Mal geprobt und 13 Ständchen gebracht. Von der musikalischen Seite zeigte sich Dirigent Matthias Beno angetan. Von "gutem bis sehr gutem Erfolg" sprach der Dirigent und bezog sich unter anderem auf einen Spielwettbewerb in Villingen-Schwenningen. Der achte Platz habe gezeigt, "dass wir uns stetig verbessert haben", so Beno, doch könne man mit "etwas mehr Engagement" noch mehr erreichen. Erfreut zeigte sich Beno über das verbesserte Klima zwischen Dirigent und Orchester. Vertrauen und Respekt seien wieder gefestigt worden. Die Zusammenarbeit mit der Musikschule funktioniere zudem ebenfalls sehr gut, so Beno, der gleichzeitig eine "stetige Weiterentwicklung der Jugendarbeit" anmahnte. Die Unterrichtsarbeit bezeichnete der Dirigent als "hervorragend". Hervorragend waren denn auch die Leistungen, die Schüler beim internen Wettbewerb der Musikschule erbracht hatten. Sachpreise und ein Sonderpreis seien an Musiker aus der Stadtkapelle gegangen.

Noch mehr Mitglieder aber hatten sich verdient gemacht. Die Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbandes BadenWürttemberg (BVBW) erhielten Andreas Bauer, Melanie Buchmüller, Nadine Lutz, Tobias Neumann, Alina Stadelmaier, Tobias Steffan und Melanie Streicher. Für 15-jährige aktive Vereinszugehörigkeit mit der Vereins-Ehrennadel in Silber geehrt wurden Christian Däuble, Sonja Marquart, Tina Röhm und Clarissa Schwarz. Ihre 20-jährige aktive Tätigkeit im Verein brachte Holger Fauß, Philipp Jakob, Jörg Marquardt, Thilo Marquardt, Michael Schäberle, Hans-Jörg Schill, Simone Schneider, Andrea Schönhaar, Martina Wenta und Nina Wenta die BVBW-Ehrennadel in Silber ein. Für 40 Jahre Fördermitgliedschaft erhielt Helmut Danner die Vereins-Ehrennadel in Gold. Stefan Monorfalvi wird die Ehrennadel in Diamant mit Urkunde des Deutschen Blasmusikverbandes für 40-jährige Tätigkeit nachträglich verliehen bekommen.

Besondere Ehrung


Mitglied im Musikverein seit 50 Jahren: Walter Weimer / GB-Foto: Holom

Einige besondere Worte richtete Georg Schwenk an das Mitglied Walter Weimer. Er habe ja schon so gut wie alle Auszeichnungen und Nadeln abgeräumt, sagte der erste Vorsitzende zu Weimer und ehrte ihn für 50-jährige Mitgliedschaft. Weimer sei lange Zeit an Schlagzeug und Trompete auch aktiver Musiker gewesen, so Schwenk. Daran schlossen sich die Ehrungen für die häufigsten Probenbesuche an.

Wahlen: Einstimmig

Die Wahlen winkten die rund 70 Teilnehmer der Versammlung einstimmig durch. Zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Michael Schönhaar gewählt, zum Schriftführer wieder Gerd Henßler. Das Amt des Schatzmeisters übernahm der bisherige Kassierer Heinz Brenner in Abwesenheit, nachdem auf der Versammlung kein Kandidat zu finden war. Brenner werde das Amt kommissarisch übernehmen, so Georg Schwenk. Als neuen Musikervorstand bestätigten die Mitglieder Philipp Jakob, der schon zuvor in der Musikerversammlung gewählt worden war. Neue Jugendleiter sind Markus Fischer und Isabell Rüdenauer. Zum Vorsitzenden des Fördervereins bestimmte die Versammlung Andreas Marquart. Zu aktiven Beisitzern wurden Andreas Fischer, Holger Fauß, Kerstin Bertinchamp und Thilo Marquardt gewählt. Zu passiven Beisitzern wurden gewählt Margrit Lempert und Irmtraud Jazkowski, zum passiven/aktiven Beisitzer Heinz Brenner. Georg Schwenk kündigte an, sein Amt nur noch ein Jahr führen zu wollen, und regte an, dass die Mitglieder sich um einen Nachfolger Gedanken machen sollen.

 
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