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   Virtuose Läufe und gekonnte Arrangements
  Neujahrskonzert in der Theodor-Schütz-Realschule: Der Musiker-Nachwuchs der Stadtkapelle Herrenberg zeigt sein Können
Gäubote-Artikel vom 23.01.2007

Herrenberg - Über den Nachwuchs muss sich der Musikverein Stadtkapelle Herrenberg einstweilen keine Sorgen machen: Beim Neujahrskonzert der Vereinsjugend in der Theodor-Schüz-Realschule musizierten fast 100 Kinder und Jugendliche auf hohem Niveau. Das Engagement des Vereins für die musikalische Ausbildung seiner Jungmusiker macht sich bezahlt davon konnten sich die zahlreichen Zuschauer überzeugen.


VON JUTTA KRAUSE

Mit vier kleinen Liedern durften die jüngsten Musiker der Stadtkapelle das abwechslungsreiche Programm eröffnen. Erst im September des Vorjahres hat die Bläserklasse 2006 bis 2008 mit dem Instrumentalunterricht begonnen, nach den Herbstferien fanden die ersten Orchesterproben statt. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt nach nur drei Monaten gemeinsamen Übens bewältigten die zwischen sieben und acht Jahre alten Instrumentalisten mit Bravour. Sie waren voll bei der Sache und ernteten viel verdienten Applaus.



Die Jugendlichen musizierten auf hohem Niveau / GB-Foto: Bäuerle

Genau ein Jahr länger sind die Kinder der Bläserklasse 2005 bis 2007 schon mit ihren Instrumenten vertraut. Die von ihnen gespielten Stücke waren denn auch deutlich anspruchsvoller. Auch sie gaben ihr Bestes und brachten einen rhythmischmelodisch überzeugenden Vortrag zu Gehör. Die von John Higgins arrangierte Suite internationaler Volkslieder, ein Menuett von Johann Sebastian Bach und der Militärmarsch No. 1 von Franz Schubert waren gut akzentuiert und spiegelten die Bandbreite des bereits erworbenen Repertoires.

Der Auftritt des nächsten Ensembles stand ganz im Zeichen fetziger und funkig-souliger Rhythmen. Mit zwei Marimbafonen, einem Vibrafon und zahlreichen Rhythmusinstrumenten demonstrierte das Percussion-Ensemble Herrenberg unter der Leitung von Gregor Daszko Vielfalt und Klangreichtum der Percussionsinstrumente anhand von vier sehr unterschiedlichen Stücken. Während die 14 Schüler bei "Blue Samba" und "Saltina" vor allem mit satten, mitreißenden Samba- und LatinRhythmen bestachen, beeindruckten die beiden von fünf Ensemblemitgliedern nur mit Marimbafon und Schlagzeug gespielten Stücke "Eli Greens Cakewalk" und "Yankeeland" durch virtuose, schnelle Läufe und gekonnte Arrangements. Mit "Yankeeland" hatten die fünf schon im vergangenen Jahr bei "Jugend musiziert"-Wettbewerben mehrere Preise gewonnen und bereiten sich in diesem Jahr für Solowertungen vor.

Frisch und schwungvoll begann der Auftritt der Jugendkapelle mit dem Konzertmarsch "Excalibur" von Jay Chattaway. Hell und getragen ging es weiter mit Auszügen aus Edward Griegs "Peer Gynt Suite", deren verschiedene Stimmungen und Stimmlagen die Instrumente gut trafen und wiedergaben. Timothy Travis dynamisches Musikstück "Smile" setzte einen kräftigen Akzent. Im Mittelteil gab Trompeter Dennis Hiller ein mutig improvisiertes Solo zum Besten. Die souverän vorgetragenen drei indianischen Skizzen aus Jacob de Haans "Dakota" waren einer der unbestrittenen Höhepunkte des vielseitigen Programms. Zum Abschluss spielte die Kapelle das Stück "Olympischer Traum" des deutschen Komponisten Andreas Ludwig Schulte mit einem ruhig und klar vorgetragenen Solo von Lukas Braun.

Insgesamt überzeugten die etwa 50 Jungmusiker der Jugendkapelle durch ihr facettenreiches Spiel und die Klangfülle des Ensembles. "Es lohnt sich, in die Ausbildung zu investieren", resümierte der Vereinsvorsitzende Georg Schwenk nach dem Konzert zufrieden. "Jedes Jahr steigt die Leistung der Jugendkapelle."

 
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