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   Publikum findets "spitze"
  Showtime auf dem Marktplatz: Auftritt der Stadtkapelle Herrenberg
Gäubote-Artikel vom 07.07.2005

Einen Höhepunkt bot am Dienstagabend im Rahmen der "Sommerfarben" die Herrenberger Stadtkapelle. Nach dem Motto "Its Showtime" begeisterte sie mit einem breit gefächerten, fetzigen Programm: Rock, internationale Schlager, und gern gehörte bekannte Stücke südamerikanischen Zuschnitts. Zum ersten Mal zeigte das Orchester einstudierte Showelemente. Mit einer Überraschung wartete zudem der Herrenberger Gospelchor "Voices ltd." auf. Von der Stadtkapelle begleitet, sang er leidenschaftlich und mit großer Freude "God bless my Herrenberg", angelehnt an den berühmten Song "God bless Amerika" von Irving Berlin.


VON RENATE MEHNERT

Eine Aufführung dieser Art bot der Musikverein Stadtkapelle Herrenberg unter Leitung von Musikdirektor Matthias Beno bisher noch nie. Keine klassische Musik war zu hören, auch keine Blasmusik vom Feinsten, am Dienstagabend spielte das Orchester auf der Bühne der "Sommerfarben" auf dem Herrenberger Marktplatz ausschließlich Showmusik. Und die kam beim Publikum hundertprozentig an. Zwölf beschwingte, mitreißende Stücke und Arrangements, die jede und jeder kennt, dazu zwei Zugaben animierten das Publikum zu reichlich Zwischenapplaus, zum Mitklatschen und Mitsummen.

"Wir wollen zeigen was wir draufhaben", hatte Orchesterleiter Matthias Beno seine Musiker auf den Showabend eingestimmt. Angenehme äußere Bedingungen in Herrenbergs guter Stube, dem Marktplatz, und ein gut aufgelegtes Publikum versprachen gute Voraussetzungen für dieses Vorhaben.


Die Herrenberger Stadtkapelle präsentierte auf der Marktplatz-Bühne ein breit gefächertes Programm
GB-Foto: Holom

Mit "Eye of the Tiger" aus dem Film "Rocky" von den Komponisten Frankie Sullivan und Jim Peterik machte die Stadtkapelle ihren rockigen Auftakt in die Musik des Showgeschäfts. Das folgende Musikpotpourri mit Swing aus Glenn-Miller-Zeiten und Dixieland "Swing the mood", arrangiert von Paul Lavender, erwies sich als der eigentliche Türöffner des Abends: Zum ersten Mal erntete das Orchester Begeisterungsrufe und "Spitze"-Rufe waren zu vernehmen.

Somit war der Boden gut vorbereitet, als über 60 Sänger des Herrenberger Gospelchors "Voices ltd." die Bühne betraten. Die von Chorleiterin Astrid Beuth einstudierten Melodien des 1989 in New York gestorbenen amerikanischen Komponisten Irving Berlin, darunter das von ihr in "God bless my Herrenberg" leicht veränderte "God bless Amerika" lösten Jubelstürme aus. Auch bei dem Lied "When you believe" aus "Prinz von Ägypten" von Steven Schwartz sprang der Funke sofort über, wirkte die große Singfreude des Chors und die hervorragende Spiellaune der Stadtkapelle ansteckend.

Mit drei Rock-n-Roll-Stücken, darunter "Twist and shout", von Paul Hennings, und "Hootenanay" von Harold Walters, der in seiner Musik vielfach Volkslieder verarbeitete, beendete die Stadtkapelle unter lebhaftem Applaus den ersten Teil.

Nach der Pause hatte dann der junge Schlagzeuger der Stadtkapelle, Tobias Steffan, seinen großen Auftritt am Xylofon. "Erinnerungen an Zirkus Renz", ein Klassiker für alle Xylofonspieler, bot ihm Gelegenheit, sein großes Können an dem Schlaginstrument zu präsentieren. Die Herzen des Publikums gewann er nicht nur auf Grund seiner bravourösen Darbietung, sondern auch durch seine verschmitzten Antworten auf die Fragen des Moderators Christof Seeger aus Öschelbronn, der an der Hochschule der Medien in Stuttgart Pressewesen lehrt.

Südamerikanisches wie "El Cumbanchero" und das beschwingte "Tico Tico" nach Arrangements des japanischen Musikers Iwai und Hits der vergangenen Jahrzehnte aus den USA und Europa rundeten einen besonderen Blasmusik-Abend ab. Mit "Final Countdown" der schwedischen Rockgruppe "Europe" und zwei Zugaben konnten die Musiker des ältesten Musikvereins in Deutschland, der Herrenberger Stadtkapelle, abschließend noch einmal zeigen "was sie draufhaben", so wie es sich Dirigent Matthias Beno anfangs gewünscht hatte. "Es ist wichtig, dass die Zuhörer neue Stücke von uns hören. Ich glaube, dass das gut ankommt." Damit sollte er Recht behalten. Dass er mit der Musikauswahl ins Schwarze getroffen hatte, bewies die begeisterte Reaktion des Publikums.


 

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