Presse
 
   Stadtkapelle begeistert mit vielseitigem Programm
   
Kreiszeitung-Artikel vom 14.03.2005

Zum großen "Konzert im Frühling" hatte die Stadtkapelle nebst ihrer Jugendensembles in die Stadthalle eingeladen, doch der anhaltende Winter brachte erneut Glatteis und Schnee.

Die widrigen Straßenverhältnisse hielten wohl einige vom Kommen ab. Dennoch konnte der Vorsitzende Georg Schwenk rund 400 Gäste im zu drei Vierteln besetzten Saal begrüßen. Die Jüngsten legten einen fulminanten Start in den abwechslungsreichen Konzertabend hin. Dirigiert von Matthias Beno meisterten die acht Bläser-Minis den zweiten Auftritt ihrer Musikerkarriere mit Bravour. Unterstützt von drei hochkonzentrierten Percussion-Spezialisten - das kam an. Keine Frage: Das Publikum forderte eine Zugabe, und "zufällig" hatten die Youngster eine vorbereitet: "Old McDonald hat 'ne Band" - und was für eine! Eine Zwischenstufe ist die Jugendgruppe. Unter der Leitung von Andreas Marquart bereiten hier 20 Jungen und Mädchen ihren Sprung ins Jugendblasorchester vor. Auch sie zeigten unterschiedliche Facetten ihres Könnens, vom Western-Medley über den Schlittschuhläufer-Walzer bis hin zum "Island Paradise" - mit karibischem Flair.

Sehr erfahren wirken bereits die 30 Mitglieder des Jugendorchesters und präsentierten in sattem Klang ein ansprechendes, schwieriges Stück: "Serengeti" - eine afrikanische Rhapsodie von John Higgins. Die musikalische Erzählung eines Tagesablaufs vom Sonnenaufgang bis zum Abendrot. Die Instrumente scheinen von der Gefahr lauernder Raubkatzen auf der Safari zu erzählen und von Voodoo-Tänzen, von Eingeborenen, die am Feuer trommeln. Drei tschechische Lieder beschlossen den offiziellen Vortrag der Jugendkapelle, die hier nochmals ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Von Wehmut bis hin zu übermütigem Tempo steigern sich die Jungmusiker Stück um Stück und rissen ihr Publikum dabei mit.

Wie auch nach der Pause das Große Blasorchester, wiederum geleitet von Matthias Beno. Die fast 100 Musiker begannen mit dem imposanten "Sinfonischen Triptychon" von James Curnow, bestehend aus Fanfare und Marsch, Selbstgespräch und nochmals Marsch. Anschließend erklangen "Armenische Tänze" von Alfred Reed. Eine vielfältige Komposition, lebhaft gemischt und mit einem Schnelltanz endend. Ein hingerissenes Publikum spendete hier frenetischen Beifall. Klangfarbenreich folgte die "Xenia Sarda" von Hardy Mertens, den ein Urlaub auf Sardinien zu diesem Werk inspiriert hatte. Zum Abschluss schwappte nochmals das angenehme Leben dreier Inseln der Niederländischen Antillen ins Publikum: Mit einem Komposition von Kees Vlak, dem "Karibischen Konzert", beendeten die Musiker mit einem Zauber von Rhythmus, Leichtigkeit und Lebenslust das Konzert, das insgesamt durch eine bunte Mischung auf hohem Niveau auf sehr unterhaltsame Weise überzeugte.

Die Herrenberger Stadtkapelle blickt als ältester Musikverein Deutschlands - gegründet 1457 - auf eine lange Tradition zurück. Ein Umstand, der sich in der langjährigen Verbundenheit vieler Mitglieder widerspiegelt: Für 30 Jahre aktiven Musizierens erhielten Harald Brenner und Joachim Hirth die Ehrennadel in Gold, persönlich übereicht von Gerhard Weißenböck, dem Vorsitzenden des Blasmusikerverbandes Baden-Württemberg. Seit 40 Jahren aktiv ist Friedrich Glaser; er erhielt die Ehrennadel in Gold mit Diamant. Die Fördermedaille in Silber für besondere Verdienste bekamen Monika Fleischhauer und Andreas Fischer. Tubist Eberhard Fauß wurde nach jahrzehntelangem aktiven Mitwirken aus dem großen Blasorchester verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt.


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