Presse
 
   Lobgesang an die Liebe mit viel Gefühl in der Stimme
  Konzert des "Orchestre d`Harmonie Tarare" in der alten Turnhalle in Herrenberg:
Französische Überraschungen der Partnerstadt
Gäubote-Artikel vom 02.11.2004

Eineinhalb Stunden stand der Bus aus Tarare im Stau. Trotzdem wurde das leider etwas spärliche Publikum in der alten Turnhalle nicht enttäuscht: Das "Orchestre dHarmonie Tarare" aus Herrenbergs französischer Partnerstadt bot wenn auch mit leichter Verspätung ein fulminantes, abwechslungsreiches Programm mit vielen Höhepunkten und so mancher Überraschung.


VON BIANKA ROTH


Die französischen Gäste boten ein fuliminantes und abwechslungsreiches Programm
GB-Fotos: Holom


Georg Schwenk, Vorsitzender der Herrenberger Stadtkapelle, begrüßte die Gäste aus Frankreich und die Zuhörer. Man habe sich lange nicht gesehen, bedauerte er und kündigte an, dass es nun aber Zeit werde, die guten Kontakten zur "Harmonie Tarare", wie das Orchester in Herrenberg liebevoll genannt wird, wieder zu vertiefen. In Bezug auf die wenigen Zuhörer meinte er augenzwinkernd: "Das ist ein auserwähltes Publikum, alles Fachleute." Bürgermeister Gravert erinnerte an die mehr als 40 Jahre alte Freundschaft zwischen den beiden Kapellen und begrüßte das französische Orchester aus der Partnerstadt. Abschließend konnte er sich nicht verkneifen, nochmals auf das unbeabsichtigte HandyKlingeln einzugehen, das zu Beginn das Konzert störte: "Ich hatte schon die Befürchtung", so Gravert schmunzelnd, "die Darbietung beginnt mit einem Stück für Orchester und ein Handy." Jean-Pierre Prajoux, der Dirigent der Harmonie Tarare, kündigte an, dass man dieses Mal mit einer etwas anderen, jüngeren Besetzung nach Deutschland gekommen sei. Dadurch habe er das Programm erneuern können.

Davon konnten sich die Zuhörer im Anschluss überzeugen. Anspruchsvolle Stücke wechselten mit eher leichter musikalischer Kost ab, leise Melodien mit bombastischen Klängen, schnelle mit langsamen Rhythmen. Der Schwerpunkt lag auf berühmter, französischer Musik, unter anderem einem Lied von Edith Piaf, und vielen Stücken von Walt Disney, von "Aladin" bis zu "Beauty and The Beast". Sogar Wiener Charme zauberten die Musiker auf die Bühne mit Walzerklängen. Zuweilen legte Jean-Pierre Prajoux auch seinen Taktstock zur Seite und ließ seine Schülerinnen ans Dirigentenpult, nämlich Aurelie Bissay und Magalie Recorbet. Ein Höhepunkt war auch Edith Piafs Lobgesang an die Liebe "Lhymne à lamour", den Marion Girin mit viel Gefühl in der Stimme zum Besten gab.

Und ganz zum Schluss gabs für das Publikum noch eine besondere Überraschung: Der Dirigent verriet, wie sich die Musiker die Zeit im Stau vertrieben haben, nämlich mit Gesang. Den wollte man den Herrenbergern nicht vorenthalten: Sie erlebten "Jesus Christ Superstar" als eine Mischung aus Musik und Gesang. Wobei die Musiker nicht nur mit ihren Instrumenten, sondern auch als Chor zu begeistern wussten.

 

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