Presse
 
   Adventskonzert: Starke Leistung der Stadtkapelle
   Nicht ganz so "schwere Kost" wie im Vorjahr
Kreiszeitung - Artikel vom 09.12.2003

Herrenberg - Wer imposante Klänge in der beeindruckenden Akustik eines großen Kirchenschiffes liebt, kam am Sonntagabend voll auf seine Kosten beim Konzert im Advent der Herrenberger Stadtkapelle unter der Gesamtleitung von Musikdirektor Matthias Beno.

Wie im vergangenen Jahr lockten das Jugend- und das Sinfonische Blasorchester zahlreiche Zuhörer in die Stiftskirche. Nur wenige Plätze blieben leer. Mit "Feierlicher Musik" machte die Jugendkapelle den Auftakt. Gefolgt von den "Psalmen" von James Curnow: melancholische Klänge, besinnlich zunächst, um sich dann zu steigern - Pauke, Schlagzeug, hohes und tiefes Blech übernahmen im Verlauf des Werkes die dominante Rolle. Die junge Kapelle erntete dafür begeisterten Beifall und beendete ihr Programm mit "Air". Hier die Version aus der Feder von John Edmonson, einem spätromantischen langsamen Satz nach dem Vorbild von Johann Sebastian Bach.

Advent, die Zeit der offenen Türen. Zu diesem Thema streute Dekan Klaus Homann einige Gedanken ein. Offene Türen nicht nur beim Adventskalender, offen auch für Menschen, Glauben und Gedanken. Das große Sinfonische Blasorchester bestach mit einem überaus feierlichen Konzert auf hohem Niveau. Nicht ganz so "schwere Kost" wie im vergangenen Jahr servierten die Musiker. Dennoch überwiegend moderne Kompositionen. Ein Blick in die Gesichter der Zuhörer ließ den Eindruck entstehen, dass viele sich gerade in der Weihnachtszeit durchaus mehr traditionelle Klänge wünschen. Althergebrachtes, sei es auch noch so abgedroschen, scheint doch Balsam für viele Seelen zu sein und gerade in unserer hektischen (Weihnachts-)Zeit ein kurzes verträumtes Abtauchen zu ermöglichen.

Die Stadtkapelle begann mit dem "Symphonic Festival" von Robert W. Smith: atemberaubendes Tempo - besinnliche Soli und ruhige Passagen im Wechsel - ein spannungsvolles Stück zum Genießen. Auch heuer das Glanzlicht des Konzerts: eine sinfonische Komposition, diesmal geschrieben vom zeitgenössischen Wahl-Schwarzwälder Ernst Mayo aus Schramberg. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Musik für Amateur-Orchester zu schaffen. Hier erklang die "Erste Sinfonie aus der Alten Welt", in den drei Sätzen verarbeitet Mayo traditionelles Liedgut.

Dann die "Weihnachtliche Rhapsodie", gespickt mit schwierigen Soli, die Elemente aus alten Weihnachtsliedern durch elegante Übergänge verknüpft. Ebenso die "Königlichen Variationen" - eindrucksvoll-feierlich ertönen Fanfaren, Choral und Tanz. "Damit passen sie wie gemalt in die Weihnachtszeit," kündigte Beno dieses Werk an. Das Motto des Konzerts lautete: "Tradition und Moderne". Ziel sei es gewesen, Zeitgenössisches mit den alten Meistern zu verbinden, so Beno. Dieser "alte Meister" erklang am Ende des Konzerts: "Air", Johann Sebastian Bach. Als Zugabe noch "Es ist ein Ros' entsprungen" - zum Mitsingen für alle. Und zum Entspannen.



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