Stadtkapelle Live / Fun
 
Bericht von der Skiausfahrt nach Ischgl am 19.03.2005
Text: Sylvia Schneider
Bilder von Thilo Kretschmer
Von Wasserski und Apres-Ski
Es war noch finstere Nacht und ziemlich frisch am Morgen des 19. März, als sich immer mehr Musiker beim Hallenbad einfanden, um sich für einen Tag in die Fluten zu stürzen. Nein, es ging nicht ins Hallenbad oder nach Mallorca, sondern nach Ischgl, trotzdem war es ziemlich nass.
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Zunächst begann alles völlig harmlos. Abfahrt bei Dunkelheit um 4:30 Uhr, schlafen bis kurz vor dem Bodensee. Doch dann – die ersten Regentropfen. Die Visionen waren zahlreich. Von – hinterm Arlberg scheint vielleicht die Sonne- bis – wenn es am Bodensee regnet, kann es in Tirol ja schneien – reichte die Fantasie. Aber dem war nicht so. Bereits am Parkplatz in Ischgl – Nieselregen. Das Ganze tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Wer im Regen marschieren und musizieren kann, der kann auch skifahren.
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Also los. Die Liftkarte zum Schnäppchenpreis von 39 Euro erstanden (Nein! Gruppenkarten gibt’s in Ischgl nicht) und ab zur Gondel. Der Regen wird heftiger. Wenigstens in der Gondel war’s trocken, wenn auch feucht-fröhlich. Mittelstation – Regen. Bergstation – Schneeregen und Wind. Weiter ging’s im Sessellift. Aus Schneeregen wurde Schneegraupel. Im Lift schweiften die Blicke umher, auf der Suche nach helleren Flecken und in der Hoffnung auf ein wenig Sonnenschein. Doch bis zum Mittagessen war da nichts zu wollen.
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Dann am frühen Nachmittag – die Wolkendecke reißt auf und der blaue Himmel wird immer größer. Hochmotiviert und gestärkt schnallten die Musiker wieder ihre Skier und Boards an. Häufig lag der obere Pistenteil noch in den Wolken und man fuhr bei schlechter Sicht. Weiter unten wärmten einen die Sonnenstrahlen. Doch nicht nur uns – auch den Schnee. Sehr wohlwollend hätte man den Pistenbelag als Sulzschnee bezeichnen können. Wenn man allerdings zu nah hinter seinem Vordermann fuhr, hatte man die Wasserspritzer auf der Brille.
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Außerdem war das Nachmittagsprogramm ziemlich sportlich. Durch den schweren Schnee hatten wir laufend den erforderlichen Trainingspuls, um für den Stadtlauf im Juni fit zu werden. Deshalb fanden die Oberschenkel so gegen 15:00 Uhr, dass sie eigentlich schon genug geleistet hätten und es Zeit für den Après-Ski wäre. Da haben wir die Bitte erhört und uns einen netten Platz in der Sonne gesucht von wo aus das Panorama zu bestaunen war. Bei Aldi-Bier, Rotwein und Zigarre ging der Skitag seinem Ende entgegen.
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Aber was ist ein Skitag ohne Après-Ski? Der darf natürlich nicht fehlen. Vor allem in Ischgl wäre das eine Unterlassungssünde. Also, Skier abgeschnallt, rein in den „Kuhstall“ und abgetanzt. Hier trafen die Skiläufer und Snow-Boarder wieder auf die Après-Ski-Fahrer. – Ja, das gibt’s. Ein paar Musikerkollegen sind ohne Ski und Board mitgefahren. Ob wegen der Kameradschaft oder wegen des sagenumwobenen Après-Skis in Ischgl sei mal dahingestellt. Die Stimmung war riesig, der Durst war groß und wurde sogleich gelöscht. Um 19:00 Uhr ging’s dann wieder Richtung Heimat. Der gemischte Chor der Stadtkapelle Herrenberg und der Männer-Chor des FC Calw-Stammheim haben auf der Fahrt abwechselnd den Bus unterhalten. Irgendwann kam dann der Sandmann und ein Ausflügler nach dem anderen ist eingeschlafen, bis auf die Après-Skifahrer, die noch Reserven hatten. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass der ungewöhnliche Fahrstil des Busfahrers auffiel und wir gegen Mitternacht heil in Herrenberg zurück waren.
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In Summe war es eine lustige Ausfahrt, die aber sehr anstrengend war. Dir liebe Sabine, einen herzlichen Dank für die Organisation. Vielleicht können wir das nächste Mal ja für zwei Tage fahren, oder in ein näher gelegenes Skigebiet. Es werden sich sicherlich wieder viele Teilnehmer finden.

Sylvia Schneider
mehr Bilder gibt es auf der Homepage von Thilo > www.rattendreck.de
 
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